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Ebenen der Kreativität

Die Frage nach einer Definition für Kreativität gestalten sich schwierig, da es unzählige Ansätze gibt. Auch Konzeptionisten haben auf jene Frage keine eindeutige Antwort. Kognitions- und KI-Forscherin Margaret A. Boden versuchte in ihrem Artikel „Mind as Machine and the creative mind: myths and mechanism“ den Kreativitätsbegriff aufzuteilen und zu hierarchisieren. Sie beschreibt hierbei drei verschiedenen Ebenen, welche als kombinatorische, explorative sowie transformative Ebene beschrieben werden. Bei der ersten Ebene wird innerhalb bekannter und vertrauter Ideen ungewohnte Kombinationen hergestellt. Beispielsweise in Form von neu aufgezeigten Analogien oder ein gemaltes Bild, das einen bekannten Stil auf eindrückliche Weise imitiert.

Bei der zweiten Ebene ist gemeint, dass innerhalb eines bestimmten begrifflichen Raumes, welcher zum Beispiel für eine musikalische Stilrichtung oder wissenschaftliche Theorie stehen kann, eine neue, überraschende Idee entsteht, die vorher noch keiner vermutete oder kannte.

Die letzte Ebene beschreibt völlig neue Denkweisen, welche die Auswechslung des Alten durch etwas Neues anstrebt. Jene Ebene ist aber wiederum am schwierigsten zu erreichen, da sich diese neue Denkweise erst in der Gesellschaft etablieren muss um überhaupt als transformative Kreativität durchgehen zu können.

Zum Forschungsartikel >> Margaret A. Boden, Mind as Machine and the creative mind: myths and mechanism